Ob Tomaten, Bratkartoffeln oder indisches Curry: Viele Gerichte tasten sich erst mithilfe der passenden Küchenkräuter langsam in Richtung Perfektion. Gleichzeitig ist die Auswahl groß. Es gibt so viele verschiedene Arten, dass man leicht den Überblick verliert. Dagegen hilft unser praktischer Küchenkräuter-Überblick:
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Basilikum:Pasta, Pesto und Salate finden im aromatischen, würzigen Kraut die perfekte Begleitung. Doch nicht nur die italienische Küche, auch südostasiatische Rezepte setzen auf Basilikum, wenn auch auf den etwas Richtung Anis tendierenden Thai-Basilikum. Kaufen kannst du das Kraut sowohl als Bund als auch im Topf. So oder so ist Basilikum empfindlich. Im Topf gießt du ihn daher täglich von unten, stelle ihn an einen hellen Platz, setze ihn allerdings nicht der direkten Mittagssonne aus.
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Thymian: Sein würziges, leicht herbes Aroma erinnert etwas an Oregano, mit dem Thymian auch verwandt ist. Entsprechend gern verwendet die mediterrane Küche das Kraut, wenngleich es eine kräftige Rotwein-Jus für das Steak ebenfalls stilsicher ergänzt und Teil der für orientalische Gerichte gern genommenen Gewürzmischung Zatar ist. Erhältlich ist Thymian das gesamte Jahr über.
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Koriander: Kochst du indisch, mexikanisch oder asiatisch, stehen die Chancen gut, dass die Zutatenliste nach Koriander verlangt. Ganz sicher prägt das intensive Aroma des Küchenkrauts den Charakter des Gerichts. Koriander schmeckt säuerlich-frisch, dazu etwas pfeffrig und verträgt sich nicht mit jedem Gaumen. Einige nehmen den Geschmack als seifig wahr, andere lieben ihn. Es hilft also nur probieren.
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Petersilie:Für Suppen ist sie nahezu unersetzlich, macht sich aber auch im Dip, der Salsa oder natürlich in Verbindung mit Kartoffeln hervorragend. Petersilie schmeckt würzig und trägt eine leichte Süße, die minimal ins Bittere übergeht. Unterscheiden musst du zwischen der etwas zurückhaltenderen glatten und der herberen krausen Sorte. Petersilie als eines der beliebtesten Küchenkräuter ist das gesamte Jahr über erhältlich.
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Dill: Vor allem mit Fisch und Gurken verträgt sich der intensive süßlich bis herbe Dill bestens. Auch Dips wertet das Kraut auf, wenn du es zum Aromenerhalt erst nach dem Kochen dazugibst. Regional angebauten Dill bekommst du zwischen Mai und September.
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Oregano:Denke nicht nur an die Pizza. Seine herbe Würze prädestiniert Oregano auch für die Tomatensoße, Fleisch, Fisch oder Gemüsesorten wie Zucchini und Auberginen, die von Haus aus weniger intensiv schmecken. Obendrein ist das frische Kraut relativ pflegeleicht.
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Rosmarin: Ein bis zwei Zweige in der Soße, beim Braten in der Pfanne oder im Bräter im Ofen – Rosmarin gibt sein intensives Aroma während des Garvorgangs gern ab. Selbst wenn du ihn nicht klein hackst. Kombinieren kannst du das Kraut sowohl mit Fleisch und Fisch als auch mit Gemüse. Frisch schmeckt er intensiver und er lässt sich auch im Topf auf der Fensterbank anbauen.
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Salbei: Die Butter schäumt, du gibst die samtigen Blätter, wenig später Tortellini hinein, schon steht die leckere Pasta auf dem Tisch. Dafür ist Salbei mit seinem Aromenmix aus Würze und Bitterkeit wie gemacht. Auch zu Fisch und Fleisch passt das Kraut, das gerade die mediterrane Küche gern verwendet. Zudem kannst du Salbei im Topf selbst ziehen.