
Das müssen Vegetarier für eine optimale Nährstoffversorgung beachten Eiweißquellen für Veganer und Vegetarier
Getreide und Sojabohnen gelten als die bedeutendste Eiweißquelle für vegetarisch aber auch vegan lebende Menschen. Sie liefern Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe sowie Kohlenhydrate. Auch können sie als Quelle für Vitamine und Mineralstoffe dienen. Kartoffeln liefern außerdem Vitamin C und Kalium. Ein vegetarisches Produkt aus Weizeneiweiß ist Seitan, den du auch einfach selber herstellen kannst. Neugierig? So kannst du
Seitan selber machen.
Vitamin-D-Mangel vorbeugen
Sonne tanken! Vitamin D findet man vor allem in Fisch. Das Sonnenvitamin kann jedoch vom Körper auch selbst gebildet werden, wenn er UV-B-Strahlen der Sonne tankt. Deshalb gilt: am besten mindestens 15 Minuten täglich raus und dem Körper damit Gutes tun. In unseren Breitengraden kann jedoch auch eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D notwendig sein.
Auch auf eine ausreichende Versorgung mit Kalzium ist bei der vegetarischen Lebensweise zu achten. Bei einer normalen Ernährungsweise wird der Bedarf meist durch Milch und Milchprodukte zugeführt. Grünkohl oder roher Spinat enthalten den Mineralstoff ebenfalls. Auch Mineralwasser können eine Menge von >150 mg pro Liter enthalten.
Als Ovo-Lacto-Vegetarier kannst du deinen Vitamin B12-Bedarf mit Milch, Milchprodukten und auch Eiern decken. Wer auch darauf verzichtet, sollte sich unbedingt mit dem Hausarzt über Nahrungsergänzungsmittel Vitamin B12 unterhalten. Da ernstzunehmende Folgen bei länger anhaltendem Mangel zu befürchten sind, solltest du dich informieren und prüfen, ob ein solcher Mangel vorliegt. Symptome können Probleme bei der Bewegungskoordination, Depression, Muskelschwäche, Schlafstörungen etc. sein.
Ausreichende Eisenversorgung
Der wohl häufigste Nährstoffmangel ist das Fehlen von Eisen im Körper – dies betrifft Vegetarier wie auch Mischköstler. Da die Bioverfügbarkeit von Eisen aus Fleisch und Fisch (zweiwertiges Eisen) höher ist, können Vegetarier mit ihrer Nahrung lediglich dreiwertiges Eisen mit geringerer Bioverfügbarkeit für den Körper zuführen. Die Verfügbarkeit des Eisens kann jedoch gesteigert werden, indem kleine Mengen Vitamin C oder andere organische Säuren aus Obst und Gemüse oder fermentierten Produkten (z.B. Sauerkraut oder Sojaprodukte) zugeführt werden. Pflanzliche Lebensmittel, die maßgeblich zur Eisenversorgung beitragen können, sind Nüsse, Vollkornbrot, Soja, Gemüse, Feldsalat oder Kresse. Wichtig zu wissen: Durch den hohen Verlust an Blut während der Periode, haben Frauen einen höheren Eisenbedarf als Männer. Die DGE empfiehlt Frauen daher die tägliche Eisenzufuhr von 15 mg, Männern lediglich 10 mg pro Tag. Wachstum und Schwangerschaft steigern ebenfalls den Eisenbedarf.