
Pumpernickel mit Matjestatar Im meerumschlungenen Schleswig-Holstein stehen die Köstlichkeiten aus Nord- und Ostsee ganz oben auf der Speisekarte für deutsches Essen. Neben den Krabben sind Butt, Scholle, Dorsch und Hering äußerst beliebt – die werden übrigens auch gern auf Schwarzbrot genossen, wie unsere
Pumpernickel-Rezepte beweisen. Die Kieler Sprotte gilt als besondere Räucherfischspezialität. Diese bis zu 20 cm großen Fische werden geräuchert und erhalten dabei ihre typische goldene Färbung. Eine weitere Räucherspezialität, der Holsteiner Katenschinken, genießt bis weit über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Was den Niedersachsen die Heidschnucke bedeutet, ist den Schleswig-Holsteinern ihr Salzwiesenlamm. Das zarte Fleisch der Tiere, die hinter und vor den Deichen aufwachsen und grasen, hat eine besonders würzige Note. Und hier – hinter den Deichen der Nordsee – wächst übrigens auch jede Menge Kohl, der die Norddeutschen zu deftigen Gerichten wie dem
Kohlpudding oder den Kohlrouladen inspiriert.
Kochen nach schleswig-holsteinischer Art
Typisch für diesen Landstrich ist die Kombination von herzhaft und süß. So ist es üblich, den Grünkohl mit einer Prise Zucker abzuschmecken. Die als "Brooken Sööt" bezeichnete Geschmackskombination findet sich auch im beliebten Eintopfgericht "Birnen, Bohnen und Speck". Bei dieser typischen Hausmannskost verbinden sich kleine Kochbirnen mit frischen grünen Bohnen und rauchigem Speck.
Würzige Eintöpfe und Suppen sind an der rauen Küste weitere typische Vertreter der norddeutschen Küche: die Holsteiner Kartoffelsuppe, der Steckrübeneintopf, Rübenmus oder die fruchtige
Fliederbeersuppe mit Grießklößen. Versuchen Sie doch auch einmal unseren
Steckrüben-Eintopf asiatisch abgeschmeckt.
Ebenso wie die "Mehlbüddels" (Mehlbeutel) gehört der "Große Hans" auf eine traditionell gedeckte Tafel. Diese Mehlspeise aus altbackenem Weizenbrot oder einem Hefeteig kann süß oder herzhaft genossen werden. Der Teig wird in einer Puddingform gekocht und anschließend gestürzt. Reste können am nächsten Tag in der Pfanne angebraten werden. Eine weitere Variante ist die Zubereitung mit Zwieback.
In einer Hafenstadt wie Hamburg steht Fisch natürlich ganz oben auf dem Speiseplan. Hering gibt es in allen Variationen, ob als Matjes, Bismarckhering oder Brathering – gerade
Matjes-Rezepte sind sehr vielfältig, eines davon ist etwa unser
Matjessalat. Auch die Finkenwerder Scholle ist eine beliebte Spezialität. Je nach Zubereitungsart wird der Plattfisch mit Schinkenspeckwürfeln in der Pfanne gebraten oder mit Schinken und Nordseekrabben im Ofen gebacken. Ein Resteessen ist der
Hamburger Pannfisch. Dafür werden Fischreste ohne Kopf in der Pfanne gebraten und kommen zusammen mit einer Senfsauce und Bratkartoffeln auf den Tisch. Zu den beliebten Hamburger Fischgerichten zählt darüber hinaus
Labskaus, ein deftiger Mix aus Pökelfleisch, Roter Bete und Kartoffeln, der mit einem Spiegelei und Matjesfilet oder Rollmops garniert wird. Auch Aalsuppe steht häufig auf den Speisekarten.