
Schokoliert, glasiert oder pur ein Gedicht: Nürnberger Lebkuchen. Da für die Herstellung von
Lebkuchen besondere Gewürze aus fernen Ländern benötigt wurden, haben vor allem Städte an bedeutenden Handelsstraßen eine lange Lebkuchentradition. Dazu gehört auch
Nürnberg, dessen Lebküchner international Maßstäbe setzten. Zudem gab es in der mittelalterlichen Reichsstadt viele Imker, damals Zeidler genannt, die in den umliegenden Wäldern den als Süßungsmittel verwendeten Honig sammelten.
Anfangs enthielten die Lebkuchen – der Teig kommt übrigens auch für unser
Dominosteine-Rezept zum Einsatz – hauptsächlich Mehl, Honig und verschiedene Gewürze. Später wurden auch Trockenfrüchte, Nüsse und Mandeln verwendet. Die edelsten Vertreter sind die
Elisenlebkuchen. Sie verdanken ihren Namen der Schutzpatronin der Lebkuchenbäcker. Sie müssen mindestens zu 25 % aus Mandeln, Haselnüssen oder Walnüssen bestehen, während der
Mehlanteil höchstens 10 % betragen darf.
Gewürzt werden die Nürnberger Lebkuchen mit Zimt, Nelke, Piment, Anis, Koriander, Ingwer, Kardamom und Muskat. Damit sich die Gewürze richtig entfalten können, sollten die Lebkuchen nach dem Backen noch einige Tage lagern. Eine Glasur aus Zuckerguss oder Schokolade macht sie besonders saftig. Typisch für traditionelle Nürnberger Lebkuchen sind
Verzierungen aus Mandelhälften und kandierten Kirschen. Mit unserem
Pfefferkuchen-Rezept bereitest du echte Lebkuchen selber zu Hause zu.
Tipp: Hier findest du pikante Rezeptideen fürs
Weihnachtsessen. Probiere auch unser
Lebkuchen-Tiramisu, eine weihnachtliche Variante des italienischen Nachtisch Klassikers. Wer es gerne einfacher mag, dem empfehlen wir unser Rezept für
gebrannte Mandeln - ganz wie auf dem Weihnachtsmarkt.