
Es benötigt nicht viel, um seinen Pizza-Teig selbst zu machen. Das richtige Mehl
Für
Pizzateig gut geeignet ist das besonders feine und griffige Weizenmehl vom Typ 405. Das kommt dem in Italien verwendeten speziellen Pizzamehl mit der Bezeichnung Tipo 00 am nächsten und eignet sich daher auch, wenn Sie eines unserer
Focaccia-Rezepte ausprobieren möchten. Der Ausmahlgrad ist derselbe, Tipo 00 enthält zusätzlich jedoch einen hohen Anteil an Klebereiweiß (Gluten). So wird der Hefeteig besonders elastisch und lässt sich gut ausrollen. Je höher der Klebereiweißanteil im Pizzamehl, desto weniger zieht er sich nach dem Ausrollen wieder zusammen. Das ist etwa für den dicken, fluffigen Teig der sizilianischen Pizza
Sfincione besonders wichtig. Erfahren Sie mehr über die verschiedensten
Mehlsorten in unseren
Rezepten mit Mehl.Frische Hefe
Verwenden Sie beim Pizza selber machen nach Möglichkeit keine Trocken-, sondern immer frische Hefe. Mit Ersterer wird der Teig zwar genauso locker und luftig, geschmacklich ist die frische Hefe ihrem getrockneten Pendant jedoch überlegen. Zu durchdringend soll der Hefegeschmack natürlich auch nicht sein. Nehmen Sie daher maximal zehn Gramm Hefe auf ein Kilogramm Mehl und lösen Sie die Hefe in lauwarmem Wasser auf (nicht über 25 °C).
Gut zu wissen: Ohne Hefe können Sie Ihren Pizzateig auch mal zubereiten. Dann gilt aber zu beachten: Der Teig bekommt so eine andere Beschaffenheit und wird knusprig-hart wie bei einer Brotkruste, weniger fluffig. Wie Sie den Teig zubereiten, ist letztendlich Geschmackssache.
Gutes Olivenöl für das Pizza-Rezept
"Technisch" betrachtet ist Olivenöl für den Pizzateig nicht unbedingt notwendig. Es macht ihn zwar elastisch und geschmeidig, das erreichen Sie aber auch mit einer langen Teigruhe. Entscheidend ist der Geschmack. Der wird dank Olivenöl noch ein bisschen intensiver. Verwenden Sie daher qualitativ hochwertige, kaltgepresste Varianten. Olivenöl extra vergine ist naturbelassen und hat den geringsten Säuregehalt.
Zutaten vermengen
Frische Hefe lösen Sie zunächst in etwas Wasser auf. Füllen Sie das (idealerweise gesiebte) Mehl in eine große Schüssel, machen Sie in die Mitte eine Mulde und geben Sie dort die aufgelöste Hefe, Salz, das Olivenöl und etwas Wasser hinein. Nun vermengen Sie alles mit einem großen Löffel, indem Sie die flüssigen Zutaten nach und nach mit dem Mehl verrühren und dann alles zu einem glatten Teig verkneten. Am Ende soll er nicht mehr an der Schüssel kleben.
Kneten
Handarbeit oder Küchenmaschine – hier scheiden sich die Geister. Italienische Pizzabäcker bestehen darauf, dass der Teig unbedingt mit der Hand geknetet werden muss. Wichtig ist aber vor allem, dass Sie ihn gründlich kneten – und das etwa zehn Minuten lang. Das braucht natürlich Kraft, die wiederum nicht jeder aufbringen kann. Daher dürfen Sie zum Kneten natürlich auch zum elektrischen Knethaken greifen. Tipp: Um festzustellen, ob der Teig luftig genug ist, machen Sie die Fingerprobe: Piksen Sie mit dem Finger hinein, kommt der Teig gleich wieder hoch, ist er gut. Er sollte feucht sein, aber nicht mehr kleben.
Teigruhe
Für original italienische Pizza-Rezepte ist ein
dünner Boden, der außen knusprig und innen weich ist, essenziell. Das bekommen Sie nur hin, wenn Sie dem Teig genug Zeit zum "Entspannen" geben: Die
Teigruhe sollte bei Kühlschranktemperatur im Idealfall 24 Stunden betragen! So wird der Teig nicht nur richtig locker, sondern lässt sich auch dünn ausrollen, ohne sich wieder zusammenzuziehen. Am besten legen Sie den fertig gekneteten Teig also in eine Schüssel, verschließen diese mit einem passenden Deckel oder legen ein feuchtes Geschirrtuch darüber und stellen alles in den Kühlschrank.
Tipp: Fehlt es an Vorlaufzeit, nehmen Sie etwas mehr Hefe, als oben angegeben. Zwei bis drei Stunden sollte der Teig bei Zimmertemperatur allerdings schon gehen. Oder Sie backen eine hefefreie, aber eiweißreiche
Protein-Pizza.